FC Zell Jugend-Camps

Torwartschule Freitag
torwartschule

22./23. Juli 2017 
Torhüter von 6-16 Jahren
Anmeldung

FC Zell bei Facebook

 

Besucherzähler

Heute 11

Woche 466

Monat 1038

Insgesamt 22697

Login Form

0
0
0
s2smodern
Tinh Ngo Nach drei Jahren trennen sich der FC Zell und Trainer Tinh Ngo.

Tinh Ngo hat einen hohen Anspruch an sich – und ebenso an seine Mannschaft. Der Fortschritt ist sein Antrieb, Ngo sucht stets neue Ansätze, ist offen für Innovationen, um seine Spieler individuell auf das nächste Level zu bringen. Dem Fußballlehrer gilt die stete  Entwicklung seiner Spieler als Maxime, nicht allein der sportliche Erfolg. Dabei zeigt er sich auch stets interessiert an anderen Meinungen.


„Er hat viel bewegt“, unterstreicht Mathias Agostini, der sportliche Leiter des FCZ, den Einfluss Ngos  auf den Verein. Die Strukturen des Fußballclubs entwickelte Ngo mit weiter. „Im Trainer- und Betreuerstab sind wir so gut aufgestellt wie nie“, hebt Agostini hervor.

 Doch in der unermüdlichen Akribie des ehemaligen DFB-Stützpunkttrainers liegt auch das Ende der Zusammenarbeit begründet. „Er ist vielleicht etwas zu professionell für einen kleinen Verein wie den FC Zell“, erklärt Agostini. Ngos Art sei fordernd und anstrengend.  Der Vorstand, so Agostini, sei nun zu dem Schluss gekommen, „dass er sich einfach verbraucht hat. Es bedarf neuer Impulse“.

Mit der sportlichen Bilanz habe die Entscheidung „überhaupt nichts zu tun“, betont Agostini. An Ngos Arbeit sei die Tabellensituation in keinerweise festzumachen. Wäre man der Meinung gewesen, durch einen Trainerwechsel etwas ändern zu können, dann „hätte man das während der Saison und zu einem früheren Zeitpunkt machen müssen“.

Tinh Ngo von der Entscheidung überrascht

Nun aber steht  das Ende der Zusammenarbeit   fest, nach dann drei Spielzeiten. Am vergangenen Donnerstag eröffneten die Verantwortlichen ihrem Trainer die Entscheidung – zu dessen Überraschung. Denn die Signale gingen zuvor in die andere Richtung. Zweimal sei er gefragt worden, ob er – unabhängig der Liga – beim FCZ weitermachen könne. Ngo bejahte stets. Nun die Zusammenarbeit „so kurzfristig vor dem Saisonende zu beenden, ist unfair“, kritisiert der scheidende Coach. Ngo hätte sich diese Entscheidung bereits in der Winterpause gewünscht. Dann wäre mit Blick auf die neue Spielzeit genügend Zeit gewesen, „um mich umzuorientieren, und auch für den Verein“.  Ein vorzeitiger Abschied steht indes nicht im Raum. „Das ist nicht mein Stil“, sagt Ngo.

Den FCZ hatte er im Sommer 2014  als Landesliga-Absteiger übernommen. In einem beschwerlichen ersten Jahr – Zell stand in der Bezirksliga zwischenzeitlich auf einem Abstiegsplatz – griff die Philosophie des neuen Trainers gegen Ende der Runde immer besser.  Der Lohn: der Bezirkspokalsieg 2015 und die Bezirksligameisterschaft im Jahr darauf. „Der Aufstieg in die Landesliga 2016 war ein großer Erfolg, der in wesentlichen Teilen seine Handschrift trug“, so der Verein in seiner offiziellen Mitteilung.

Wer im Sommer das Zeller Traineramt übernehmen wird, ist noch offen. Eine Liste mit potenziellen Kandidaten haben die Verantwortlichen zwar erstellt, „aber noch mit keinem gesprochen“, so Agostini. Und Ngo? Fest im Blick hat er den Erwerb der A-Lizenz. „Ob ich pausiere oder bei einem anderen Verein weitermache, weiß ich noch nicht“, sagt er.

Am Sonntag in Efringen-Kirchen ist Ngo nicht dabei, und zwar aus familiären Gründen, was bereits seit längerem feststand. Seine Co-Trainer Udo Gentile und Salvatore Sparacino werden ihn vertreten. Heute Abend steht die gemeinsame Spielanalyse auf dem Programm. Auf dem Bildschirm, versteht sich, denn die Spiele des FC Zell lässt Ngo filmen. Er hat schließlich einen hohen Anspruch – an das Team und an sich selbst.

Quelle: FuPa